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Lichtinfos 05. Oktober 2026

SChwarz, Weiß, Gold- und jetzt wieder silber?

Wer sich derzeit bei Leuchten, Stromschienen und LED-Profilen umsieht, erkennt schnell: Schwarz und Weiß dominieren nach wie vor. Gleichzeitig sind warme Metallic-Töne wie Bronze, Kupfer, Messing und mattes Gold weiterhin sehr präsent.

Aber da tut sich etwas.

Silber, Aluminium, Nickel, Edelstahl und Chrom tauchen wieder häufiger auf. Noch würden wir nicht von einem neuen dominierenden Trend sprechen. Aber die ersten Anzeichen einer Rückkehr kühler Metalloberflächen sind erkennbar.

Schwarz und Weiß bleiben die Basis

Gerade bei technischer Architekturbeleuchtung haben Schwarz und Weiß klare Aufgaben.

Weiß integriert.
Weiße Leuchten, Profile und Stromschienen treten vor hellen Decken und Wänden zurück. Das Licht und die Architektur stehen im Vordergrund.

Schwarz zeichnet.
Schwarze Stromschienen,  Spots oder Lichtlinien werden bewusst sichtbar und schaffen grafische Strukturen und Kontraste.

Beides funktioniert – und wird auch weiterhin funktionieren.

Warme Metallic-Töne bleiben

Gold ist keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: Bronze, Kupfer, Messing, Champagne sowie mattes oder gebürstetes Gold sind weiterhin wichtige Oberflächen aktueller Leuchtenkollektionen.

Allerdings wirken sie heute häufig zurückhaltender: weniger Hochglanz und Glamour, dafür gebürstete, matte und gedeckte Oberflächen.

Gerade in Kombination mit Holz, Beton, Naturstein, warmen Wandfarben und Textilien entstehen damit sehr harmonische Lichtlösungen.

Und jetzt kommt Silber zurück?

Zumindest gibt es deutliche Anzeichen dafür.

Natur eloxiertes oder gebürstetes Aluminium, Nickel, Edelstahl und auch Chrom werden wieder interessanter. Dabei geht es nicht unbedingt um die Rückkehr zu hochglänzenden Chromleuchten vergangener Jahrzehnte.

Spannender finden wir matte, satinierte und gebürstete Oberflächen, bei denen Metall wieder als Material sichtbar sein darf.

Ein gutes Beispiel liefert LED2: Bei aktuellen Leuchtenfamilien wie ZETA ON oder TINY II stehen neben Weiß und Schwarz auch Nickel, Coffee und Brushed Gold zur Auswahl.

Das ist vielleicht aussagekräftiger als jeder ausgerufene Trend: Warme Metalle verschwinden nicht – kühle Metalle kommen als zusätzliche Möglichkeit zurück.

Mehr Auswahl statt einer neuen Trendfarbe

Vielleicht ist genau das die spannendste Entwicklung.

Es geht weniger darum, ob Silber das neue Gold oder Aluminium das neue Schwarz wird. Vielmehr scheint die Zeit einer einzigen dominierenden Oberfläche vorbei zu sein.

Weiß integriert.
Schwarz zeichnet.
Warme Metalle schaffen Atmosphäre.
Kühle Metalle bringen Materialität und technische Präzision zurück.

Welche Oberfläche die richtige ist, entscheidet letztlich die Architektur.

Soll die Leuchte möglichst verschwinden? Soll sie eine Linie betonen? Soll sie Wärme in den Raum bringen? Oder darf das Material selbst sichtbar werden?

Die Farbe einer Leuchte sollte deshalb nicht erst am Ende einer Lichtplanung ausgewählt werden. Sie ist Teil des architektonischen Konzeptes.

Denn eine Leuchte besteht nicht nur aus Licht.

Auch ausgeschaltet bleibt sie Teil der Architektur.

Unser Fazit

Schwarz und Weiß bleiben. Bronze, Kupfer, Messing und Gold ebenfalls.

Und Silber?

Wir glauben, dass wir davon in den nächsten Jahren wieder mehr sehen werden.

Nicht zwingend hochglänzend und dominant, sondern als Aluminium, Nickel, Edelstahl oder gebürstetes Chrom – zurückhaltend, hochwertig und materialbetont.

Wir werden es beobachten.

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